Förderverein des Heisenberg-Gymnasiums Dortmund
   
 
Aktuelles rund um den Förderverein
Veröffentlicht von webadmin (webadmin) am 29.01.2012

Aktuelles Schulleiterin Anne Smerdka in den Ruhestand verabschiedet

Verabschiedung von Frau Smerdka Bild zum Vergrößern anklicken

Am 27.01.2012 wurde die Schulleiterin des Heisenberg-Gymnasiums Frau OStD' Anne Smerdka in den Ruhestand verabschiedet. Stellvertreter der Schulverwaltung und Politik, der Schülerinnen und Schüler, des Kollegiums, der Elternschaft und des Fördervereins bereiteten dafür einen würdigen Rahmen, der mit viel Fingerspitzengefühl von Herrn StD Michael Planken, dem stellvertretenden Schulleiter, moderiert wurde.

In den zu einem solchen Anlass gehörenden Reden war immer wieder zu hören, was Frau Smerdka in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Wirken als Schulleiterin von jeher ausgezeichnet hat.

Herr LRSD Peter Kurtenbach von der Bezirksregierung Arnsberg verwies dabei auf ihre Integrationsfähigkeit, anstatt "entweder/oder" prägte "und" ihren Stil. Frau Verwaltungsdirektorin Renate Tölle stellte als Vertreterin der Stadt Dortmund heraus, dass mit dem Namen von Frau Smerdka unzertrennlich auch ein Schulprofil verbunden ist, in dem gezielte Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler immer einen hohen Stellenwert hat. Nicht zuletzt für ihre Mitarbeit in der Bildungskommission des Dortmunder Oberbürgermeisters ließ dieser seinen Dank und herzliche Grüße ausrichten. Den Erfolg all dieser Maßnahmen und Projekte bestätigte auch Herr Planken, der zu Recht stolz darauf verwies, dass die Schülerzahl am Heisenberg-Gymnasium aufgrund der hohen Nachfrage mittlerweile auf 1284 Schülerinnen und Schüler angewachsen ist. Fast genau so viele Abiturzeugnisse, nämlich 1220, konnte Frau Smerdka in beinahe 17 Jahren als Schulleiterin an ihre Schülerinnen und Schüler überreichen. Eines davon ging auch an den Sohn von Herrn Helmut Adden, Evinger Bezirksbürgermeister, der in seinem Grußwort das politische Engagement von Frau Smerdka nicht unerwähnt ließ, zuletzt z. B. in der Initiative "Pro Eving". Auch wenn er sie mit einem herzlichen Glückauf in den Ruhestand verabschiedete, war für ihn doch nicht vorstellbar, dass sie diesen in alter Bergmannstradition "mit dem Sofakissen auf der Fensterbank" verbringen würde.

Den Worten von Sevgi Yildiz und Leon Fülber als Schülervertretern konnte man entnehmen, dass es Frau Smerdka bei allem Achten auf Disziplin und respektvollen Umgang miteinander auch nicht an Humor und Einfühlungsvermögen gefehlt hat. Wie anders ließe sich erklären, dass Leon für das Konfiszieren seines Handys dankend anerkennende Worte gefunden hat.

Als Vertreter der Schulpflegschaft und somit der gesamten Elternschaft lösten Frau Christa Wolkmann, Frau Anja Klagges, Frau Petra Hahn und Herr Dirk Meyer-Jäkel den Namen Anne Smerdka in die Worte "Abschied, Neugier, Noten, Energie" und "Spaß, Mut, Eltern, Respekt, Disziplin, Kontakte, Anfang" auf. Jedes einzelne Wort stand für die Anerkennung, die Frau Smerdka sich in all den vergangenen Jahren bei der Elternschaft erworben hat.

Auch den Sätzen von Herrn OstR Thomas Lohmeier, der als Sprecher des Lehrerrats für das Kollegium an das Rednerpult trat, war deutlich zu entnehmen, wie viel Verständnis und Unterstützung Frau Smerdka jedem einzelnen Mitglied des Kollegiums entgegen gebracht hat. Ihre Fähigkeit, in jeder Situation die aus verschiedenen Blickrichtungen resultierenden unterschiedlichen Wahrnehmungen (und Wahrheiten) der Beteiligten zu erkennen und zu vereinigen und dies mit Kopf, Herz und Hand zu tun, stellte er beispielhaft heraus.

Verabschiedung von Frau Smerdka Bild zum Vergrößern anklicken

An vielen Projekten, die in den Reden erwähnt wurden, war der Förderverein finanziell und mit aktiver Unterstützung seiner Mitglieder beteiligt. Die Zusammenarbeit zwischen Frau Smerdka und dem Förderverein, den sie auch weiterhin als Mitglied unterstützen will, war stets von großer Offenheit und gegenseitigem Vertrauen geprägt. Dies brachten Frau Ingelore Stein, als Vorsitzende des Fördervereins, Herr Franz-Josef Collete als Geschäftsführer und Frau Gudrun Bickenbach, Kassenwartin und "eines der Urgesteine" des Vereins, dankend zum Ausdruck. Kein Zufall, dass bei der Überreichung von Blumen und einem kleinen Abschiedsgeschenk ein Titel von Bruce Springsteen (The Boss) angespielt wurde, dem sympathischen und trotz aller Erfolge bodenständigen Musiker mit Wurzeln im Arbeitermilieu.

Musikalisch stellten Annika Kappenhagen (Kl. 8c, Klavier), das Ensemble der Musiklehrer "I Quattro", Tobias Moos (J13, Klavier) Marco Adamczyk (Q1-9, Violine) und Markus Böbel (Kl. 9b, Klavier) mit ihrer Titelauswahl eine emotional berührende Atmosphäre her. Spektakel, die Tanzgruppe des HeiG, schaffte desgleichen mit einer anspruchsvollen Choreografie, die alles zuvor Gesagte unterstrich.

Mit ihrer eigenen beeindruckenden Abschiedsrede erreichte Anne Smerdka abermals alle Anwesenden. Nur kurz war sie irritiert, als sie "vom lieben Gott persönlich" per Handy zum Bleiben aufgefordert wurde. Wie man es von ihr gewöhnt ist, brachte sie in kurzen, verständlichen Sätzen die Dinge auf den Punkt und beantwortete dabei eindrucksvoll die drei Fragen:
- Was bedeutet mir Bildung?
- Warum war und bleibe ich dem Heisenberg-Gymnasium verbunden?
- Warum bin ich hier Schulleiterin geworden?
Dabei ließ sie auch Stolpersteine, die sie beiseite räumen und Illusionen, von denen sie sich verabschieden musste, nicht unerwähnt. Ein wendiges Schnellboot hätte man ihr gegönnt, wenn man ihren Schilderungen entnehmen konnte, dass es wohl eher ein Tanker gewesen ist, den sie zielsicher durch viele Wasser gesteuert hat. Auch an einem klaren Wort zu der aus ihrer Sicht unnötigen Schulzeitverkürzung hat sie es nicht fehlen lassen. Die daraus resultierende, den Schulalltag belastende Beschleunigung und Hektik empfindet sie als zu viel am Markt und zu wenig am Menschen ausgerichtet. Begegnet ist sie diesen Veränderungen, mit dem Versuch organisatorisch entgegen zu wirken. Geänderte Unterrichtszeiten und die frühzeitige Einführung des Ganztags sind dabei die nach außen erkennbaren Reaktionen.

Natürlich hat sie nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass ihr Vieles ohne Hilfe und Unterstützung, die sie erfahren hat, nicht möglich gewesen wäre. Dabei ging ihr Dank vor allem auch an ihre Familie, die immer ein Kraft spendendes Leben neben der Schule garantierte.

Davon wird sie nun mehr bekommen und es sei ihr von Herzen gegönnt. Wir vom Förderverein wünschen Frau Smerdka dafür weiterhin Kraft, Interesse und Enthusiasmus, mit neuen Prioritäten für die nun vor ihr liegende Zeit.


Weitere Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie.

Einen weiteren Artikel zur Verabschiedung von Frau Smerdka finden Sie auf www.derwesten.de.

 

 

Zuletzt geändert am: 17.02.2012 um 21:10:13

Zurück

 
Top! Top!